Hervorgehobener Artikel

Öffnungszeiten zum Jahresende

11143350928660778Am Freitag, den 15.12.2017 ist die Bücherei leider nur von 8.30 Uhr bis 9.00 Uhr geöffnet.

Unsere letzte Ausleihe vor den Weihnachtsferien ist am Dienstag, den 19.12.2017.

Die erste Ausleihe im neuen Jahr ist dann schon am Donnerstag, den 4. Januar 2018.

Das Büchereiteam wünscht allen treuen Leserinnen und Lesern ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches Jahr 2018.

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Buch des Monats Dezember 2017

Gillian Philip: Die Geheimnisse von Ravenstorm Island –

Die verschwundenen Kinder (Bd.1)

Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Segerer

224 Seiten, FISCHER KJB, ab 10 Jahren

Das Titelbild vemittelt einen guten Eindruck von dem skurrilen, imposanten Ort, an dem Molly mit ihrem kleinen Bruder Jack die Sommerferien auf Ravenstorm bei Onkel Bill und Tante Catherine verbringen muss. (Ihre Eltern sind Trickzauberer und machen ihre Sommertournee durch Clubs und Hotels.)u1_978-3-7373-5213-0

Die einsame Insel erweist sich als eine völlig andere Welt. Eine Welt, in der etwas nicht stimmt?

Auf Ravenstorm gibt es keine Kinder, dafür aber lebensecht wirkende Kinder als Steinfiguren. Im Schloss bedient ein furchteinflößender Butler, der den Kindern Kieselstein-Talismane schenkt und ihnen abverlangt, sie zu ihrem Schutz stets bei sich zu tragen.

Mit Molly und Jack ist auch ihr Cousin Arthur auf Ravenstorm eingetroffen. Obwohl anfangs unausstehlich, wird er zu Mollys einzigem Vertrauten und engem Freund. Denn plötzlich ist ihr kleiner Bruder verschwunden. Jacks persönliche Sachen sind unauffindbar und niemand im Schloss, außer Arthur, kann sich an seine Existenz erinnern.

Auf sich selbst gestellt nehmen die Kinder all ihren Mut und ihren Erfindungsreichtum zusammen und begeben sich in Gefahr. Bei ihren fesselnden Suche begegnen sie magischen, verwunschenen, aber auch bösartigen Wesen wie den fiesen Finsterflinks und decken schließlich ein unglaubliches Geheimnis auf.

In Gillian Philips Phantasieroman erleben die Kinder fesselnde Abenteuer und tauchen ein in eine magische Welt. Immer wieder erhöht die Autorin im Verlauf die Spannung, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.  Ihr guter, genau auf das Lesealter abgestimmte Schreibstil macht das Lesen leicht und die Gliederung in zehn Kapitel gibt der Handlung einen klare Übersicht.

Am Ende des Buches weckt eine Leseprobe Lust auf die Fortsetzung der Geschichte.

Dafür hat Gillian Philips mit mehreren Folgebänden gesorgt:

Bd.2: Das Geisterschiff

Bd.3: Der Mondsteinturm

Bd.4: Der Schattenwald

Bd.5: Der schlafende Drache

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Buch des Monats November 2017

Luc Blanvillain: Tagebuch eines Möchtegern-Versagers

Übersetzt von Maren Illinger, 155 Seiten,  FISCHER KJB, Ab 10 Jahren

u1_978-3-7373-4085-4Der zwölfjährige Nils schreibt Tagebuch, weil er keine Freunde hat, mit denen er sich austauschen kann. Er gilt als hochbegabt und ist ungefragt von seinen Eltern auf einem Elitegymnasium angemeldet worden. Seine neuen Mitschüler interessieren ihn kaum. Mona allerdings hat ihn durch ihr geheimnisvolles Lächeln und ihr Hinken neugierig gemacht.

Für die Eltern steht fest, dass ihr Sohn in der neuen Klasse selbstverständlich „Erstbester“ werden muss. Also bedrängen sie ihn zu lernen und beschneiden seine Freizeit. Für Nils steht fest, dass er so nicht weiter leben will. Er wird rebellieren und ihnen den gewünschten Erfolg verweigern, indem er willentlich für schlechte Noten sorgt.

Nils beschreibt eindrücklich und nicht ohne Situationskomik sein Dilemma in der Konstellation von ehrgeizigen Eltern und Lehrern, überforderten Mitschülern sowie seiner pubertierenden Schwester. Beim Lesen offenbart sich, dass es für ihn gar nicht so einfach ist, die Versager-Strategie durchzuhalten. In jedem unkonzentrierten Moment können seine wahren Leistungen durchdringen und ihn auffliegen lassen. Sein Ziel hat er immerhin erreicht: Seine Eltern gewähren ihm mehr Freiraum und sogar seine „nervige“ Schwester hält zu ihm.

Und noch etwas: Er kommt Mona näher! Sie will ihm bei seinen „Schulproblemen“  helfen, indem sie ihm Nachhilfe gibt. Er genießt schlichtweg ihre Nähe und redet über alles Mögliche mit ihr. Gerne würde er ihr offenbaren, dass er gar kein Looser ist, aber weil er weiß, dass Mona Lügen grundsätzlich nicht verzeihen kann, bewahrt er Stillschweigen.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Sein Tagebuch mit den intimsten Gedanken über Mona, aber auch über Schulkameraden, Lehrer und Eltern gerät in falsche Hände. Und beim Mathewett-bewerb übertreffen sein richtigen Lösungen die des Gewinners. Nun ist eine Katastrophe vor-programmiert und Nils gerät in Erklärungsnot.

Luc Blanvillain, selbst Lehrer und mit allem Schulischen hinlänglich vertraut, reißt mit der Problematik und dem originellen Verlauf seiner Geschichte den Leser schnell an sich. Nils ist ein Sympathieträger, mit dem er lacht und leidet.

Der Junge schreibt seine Tagebucheinträge in der Ich-Form in unregelmäßigen Abständen. Seine Texte sind humorvoll und amüsant. Besonders die Schockiertheit der Eltern und ihre Hilflosigkeit im Umgang mit der neuen Situation, die sich ihrer Kontrolle entzieht, werden mit Ironie und Sarkasmus dargestellt. In der Sprache ist der Text einfach gehalten und 155 Seiten sind schnell gelesen.

Der Titel legt nahe, dass es sich um ein Jungenbuch handelt. Dem ist nicht so, denn auch Mädchen müssen mit Begabung und Elterndruck fertig werden. An der Freundschaft zwischen Mona und Nils werden sie ebenfalls Gefallen finden. Herrlich beschrieben ist der erste Kuss mit Motorrad-Schutzhelm und dadurch verursachter blutender Nase.

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Unsere Bücher des Monats – Übersicht mit Buchcover

Hier haben wir noch einmal alle unsere Bücher des Monats mit dem Buchumschlag zusammengestellt.

Wenn man auf das jeweilige Buch klickt, kommt man zu unserer Buchbesprechung.

Das Copyright der Cover liegt natürlich beim jeweiligen Verlag.  Wir bedanken  uns ausdrücklich dafür, dass wir die Cover hier zeigen dürfen.U_12936_SB_VS_TOM_GATES.IND7

 u1_978-3-7373-4085-4ChrisHiggins97837891417519783841502247

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Die Krumpflinge - Egon zieht ein von Annette Roeder51xbne9qnkl-_sx331_bo1204203200_06984_EmiundLuna.indd

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9783407820273u1_978-3-596-85492-9Ferdi_Lutz_und_ich9783522501422Magic_Cape.inddmit freundl. Genehmigung des Aladin Verlags

Scholz, Mucker_ U1-U4_mit Typo.indd9783791507248

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Buch des Monats Oktober 2017

Chris Higgins: Meine lustige Familie

Illustriert von Lee Wildish, aus dem Englischen von Katja Frixe, dtv Junior, Deutsche Erstausgabe 2015, 288 Seiten, ab 7 Jahren

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Bei den Sommerfelds ist jeden Tag was los. Kein Wunder! Der Vater Künstler, fünf Kinder, ein Hund, ein Onkel, Oma und Opa und die Mutter mit einem offenen Ohr für alle.

Die neunjährige Mattie (Sie trägt gern Strickmützen.) erzählt lebhaft von ihrem ganz „normalen“ (turbulenten) Alltag und bindet auf diese Weise die Leser in ihre Freuden, aber auch ihre Sorgen mit ein. Weil sie sich für alles verantwortlich fühlt, schreibt sie in „Sorgenlisten“ auf, was sie bewegt. Warum war ihre Mutter beim Arzt? Warum lässt sich ihre Schwester nicht beim Lesenlernen helfen? Was, wenn Mama und Papa aufhören, sich gegenseitig zu mögen? Diese und andere Fragen bewegen Mattie, sie erfahren aber zum Ende der Geschichte eine schöne Auflösung.

In Matties Familie geht es fröhlich zu. Obwohl auf beengtem Wohnraum manchmal das Chaos herrscht, bleiben die Eltern gelassen und versuchen unaufgeregt  mit Humor ihre Kinder zu steuern. Ob sie diese nun den ohnehin kleinen Garten umgraben lassen, damit sie sich im gemeinsamen Gemüseanbau versuchen können oder einen Zelturlaub auf einem Bauernhof in Cornwall auf sich nehmen, damit ihre Kinder in den Sommerferien verreisen können; materielle Anreize sind nicht maßgeblich. Wenn die Geschenkebeschaffung zu Weihnachten zum Problem wird, helfen eben der Opa und der Onkel mit kreativen Ideen beim Selbermachen und es wird auch schon mal ein Gegenstand in abgewandelter Form ein zweites Mal verschenkt.

Als am Weihnachtsabend in der Geborgenheit der vollzähligen Familie Matties kleiner Bruder geboren wird, hat sie den Arztbesuch der Mutter schon lange von ihrer „Sorgenliste“ gestrichen. Nun braucht „das beste Weihnachtsgeschenk der Welt“ nur noch einen passenden Namen.

Das Buch von 288 Seiten ist drei Überschriften zugeordnet und in kurze, überschaubare Kapitel gegliedert. Witzige Illustrationen veranschaulichen Handlungen und lockern den Text auf. Von dem möchte man immer mehr lesen, und so ist es nicht verwunderlich, dass unter dem Titel „Meine lustige Familie und ich“ im Dezember dieses Jahres ein zweiter Band erscheint.

Auch wenn es so scheint: Der vorliegende Text ist kein „Mädchenbuch“. Die Autorin enthält sich jeder Klischees. Im Umgang mit  der Verschiedenartigkeit eines jeden Familienmitgliedes geht es um Respekt und gegenseitiges Verstehen.

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Die Bücher des Monats auf einen Blick!

Ein Klick auf den Titel führt zu unserer Buchvorstellung.

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Ackermann, Anja: Emi und Luna. Eine Freundschaft mit Kawumm. Ein Huhn steht kopf

Andres, Kristina: Mucker & Rosine

Blanvillain, Luc: Tagebuch eines Möchtegern-Versagers

Blazon, Nina: Lillesang

Bertram, Rüdiger: Gegen uns könnt ihr nicht anstinken

Bertram, Rüdiger: Coolman und ich

Biegel, Paul: Die Prinzessin mit den roten Haaren 

Boonen, Stefan: Ein Mädchen, sieben Pfannkuchen und ein roter Koffer

Collins, Suzanne:  Gregor und die graue Prophezeiung

Engström Mikael/Willis, Helena: Ida, Paul und Frankensteins Katze  

Foxley, Janet: Munkel Trogg –  Der kleinste Riese der Welt

Fröhlich, Anja: Lou und Rokko und das Katzenchaos

Higgins, Chris : Meine lustige Familie

Hub, Ulrich: Füchse lügen nicht

Hula, Saskia: Kaninchentage

Kaster, Armin: Ferdi, Lutz und ich

 Johnson, Pete:   Gut kombiniert, Trottel!  – Das magische Cape

Krohn, Leena: Emil und der Pelikanmann

Lüftner, Kai: Achtung, Milchpiraten – Rache für Rosa

Lütje, Susanne: Pauli Poltergeist – Willkommen in der Villa Funkelstein

Lubar, David: Plötzlich Zombie: So ein Mist!

Ludwig, Sabine:Warum Kater Konrad ins Wasser sprang und eine Maus in die Luft ging

Madden, Deirdre: Tierparadies Emily & Co.

Mason, Simon: Die Quigleys

Morgenroth, Matthias: Freunde der Nacht

Nesbo, Jo: Doktor Proktors Pupspulver

Nilsson, Frida: Hedvig! Das erste Schuljahr

Oschmann, Oliver; Witt, Sylvia: Log Out!

Philip,Gillian : Die Geheimnisse von Ravenstorm Island – Die verschwundenen Kinder

Pichon, Liz: Wo ich bin, ist Chaos – aber ich kann nicht überall sein

Reifenberg, Frank M.: Codewort Risiko, Kampf im ewigen Eis

Reschke, Katharina: Morlot – Detektive schlafen nie

Robson, Jenny: Tommy Mütze

Roeder, Annette: Die Krumpflinge – Reihe

Ruhe, Anna: Seeland – Per Anhalter zum Strudelschlund

Schiller, Fabian: Codewort Risiko, Die goldene Stadt im Dschungel

Schlitz, Laura Amy: Clara und die Magie des Puppenmeisters

Schulz, Hermann: Mandela & Nelson. Das Rückspiel

Stewner, Tanya: Alea Aquarius – Der Ruf des Wassers

Wilk, Janine: Lilith Parker – Insel der Schatte

 Wildner, Martina: Königin des Sprungturms

Weger, Nina: Ein Krokodil taucht ab (und ich hinterher) 

 van de Vendel, Edward: Lena und das Geheimnis der blauen Hirsche

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Buch des Monats September 2017

Susanne Lütje:

Pauli Poltergeist – Willkommen in der Villa Funkelstein

Mit Bildern von Catharina Westphal

Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 2012, 167 Seiten, ab 8 Jahren9783789141751

Zu Karl-Friedrich Lockes Zeiten, also „vor hundert Jahren, war die Villa Funkelstein das schönste und herrschaftlichste Haus“…“in der ganzen Stadt gewesen.“ Nun ist es heruntergekommen und verlassen – aber der Schein trügt. Hinter den einsturzgefährdeten Mauern leben nach wie vor Karl-Friedrichs Freunde, die blauen Poltergeister Paul und Pauline (Zwillinge), ihre Eltern sowie Opa Pinkus und ein missmutiger Dämon. Mit Polterspäßen vertreiben sie sich die Zeit und warten seit Ewigkeiten auf seinen Erben, der wieder Leben in das Haus bringen soll.

Eines Tages steht plötzlich Karl-Friedrichs Enkel, Frank Locke, vor der Tür. Endlich verspricht das Geisterleben wieder interessant zu werden! Es ist daher nicht verwunderlich, dass er mit allen Künsten freudig begrüßt wird: mit Kanonen-Klamauk, mit Party-Poltern und Pyro-Effekten. Doch das scheint den jungen Erben umzuhauen. Er wird ohnmächtig und hat damit für Opa Pinkus schon verspielt. In seinen Augen ist er nicht der ersehnte Verwandte, sondern ein Waschlappen. Paul und Pauline fühlen sich hingegen zu Frank Locke hingezogen und sind ihm bald freundschaftlich zugewandt. Als herauskommt, dass er aus der alten Villa ein Abenteuerhotel machen will, ändert der Opa seine Meinung. Dort könnten schließlich Poltern und Spuken wieder gebraucht werden.

Leider hat Frank Lockes energische Mutter ganz andere Pläne. Sie will die „alte Bruchbude“ abreißen. „Zack, weg damit, und alles neu.“ Doch sie hat die Rechnung ohne die Poltergeister gemacht.  Mit Vergnügen liest man, welche  Tricks sie anwenden, um nicht hinausgeekelt zu werden und ihren Freund vor Hildegard Lockes Zugriff zu bewahren. Als ihr Sohn auch noch überlegt, das Hotel Funkelstein möglichst so zu lassen, wie es zu Zeiten seines Großvaters war, wissen die Poltergeister: Das Warten auf den richtigen Erben hat sich gelohnt.

Susanne Lütje reiht in ihrem Buch eine abenteuerliche, witzige Szene an die nächste und weckt damit Leselust. Mit fantastischen Beschreibungen und kreativen Wortschöpfungen erzählt sie lebhaft die turbulente Handlung. Steht zunächst das verrückte Teiben der Poltergeister im Mittelpunkt, so geht es im Verlauf der Handlung hauptsächlich darum, ihren Freund Frank vor dem Zugriff der Mutter zu schützen, ihn zu unterstützen und mit allen Künsten des Spuks zu verteidigen.

Catharina Westphals anregende farbige Illustrationen vertiefen gut die Vorstellung vom Ort der Handlung und ihren Akteuren.

Das Buch eignet sich zum Selberlesen, kann jüngeren Kindern aber auch gut vorgelesen werden.

In der Reihe „Pauli Poltergeist“ ist dies der erste Band. Erhältlich sind noch Band 2: Das große Gruselfest und Band 3: Jetzt schlägt´s dreizehn!

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Buch des Monats August 2017

Rüdiger Bertram:  Coolman und ich – Ein Job für alle Fälle (Bd.4 der Coolman-Reihe)

Ein Comic-Roman mit Bildern von Heribert Schulmeyer 

Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 2011, 192 Seiten, ab 10 Jahren9783841502247

Wenn Kai in Schwierigkeiten steckt, setzt sein unsichtbarer Begleiter COOLMAN alles daran, ihm aus der Patsche zu helfen. In seinem Aussehen einem Supermann ähnlich ist er der Akteur zahlreicher Comicstrips, die die Buchseiten auflockern. Darin gibt er seinem Freund unmögliche, abgefahrene Ratschläge, deren verrückte Folgen in der Bildhandlung fiktiv auf die Spitze getrieben werden.

Ohne Frage verleihen diese Zeichnungen der Handlung Tempo und Action, aber auch Komik. COOLMAN bringt den Leser mit Verrücktheiten einfach zum Lachen. Für einen amüsanten Sprachwitz sorgen hingegen Kais Hektik und sein Überaktionismus.

Ausgangspunkt der Handlung ist sein Wunsch, seine Ex-Freundin mit einem Ring wiederzugewinnen. Bei seiner Internetbestellung vertippt er sich unglücklicherweise, so dass aus dem Gebot  von   10,50 € plötzlich 1500,00 € werden. Da sich die Anbieter auf Verhandlungen nicht einlassen – der Junge ist zwar nicht geschäftsfähig – , ihn vielmehr unter Druck setzen, glaubt Kai nun ganz viel Geld verdienen zu müssen. Seine Bemühungen sind jedoch wenig erfolgreich. Als Hundesitter kapituliert er vor einer „Hunde-Hyänen-Milchkuh-Mischung“, die ihn mit Mundgeruch einnebelt und als Losverkäufer beweist er kein Durchhaltevermögen, weil ihm seine Ex-Freundin begegnet. Ein Job als Komparse führt ebenso wie der als Babysitter oder Kaufhausdetektiv zu einem fatalen Ende.

Das vorliegende Buch ist so abwechslungsreich geschrieben, dass man aus dem Lesen nicht herauskommt. In seinem Sprachstil passt es sich der Altergruppe der Leser an.

Die Kombination von Comic und handlungsbetontem Text wird besonders Jungen ansprechen. Sollten sie nicht sehr leseausdauernd sein, werden ihnen die zahlreichen Absätze helfen, die die elf Kapitel unterteilen.

Der erste Band der Reihe „COOLMAN und ich“  ist 2010 erschienen. Mit dem vorliegenden Buch gibt es acht weitere Bände dieser Comic-Romane, was vermuten lässt, dass es zahlreiche begeisterte Leseanhänger gibt.

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Buch des Monats Juli 2017

Liz Pichon: Tom Gates – Band 1:

Wo ich bin, ist Chaos – aber ich kann nicht überall sein

Aus dem Englischen von Verena Kilchling , SchneiderBuch 2011, 252 Seiten, ab 10 Jahren

U_12936_SB_VS_TOM_GATES.IND7Dass der zehnjährige Fünftklässler Tom nach den Sommerferien nicht mehr hinten, sondern vorne in der Klasse sitzen muss, hat seinen Grund. Unter Mr. Fullermans (Klassenlehrer) strengen Blicken kann er nicht mehr zeichnen oder Comics lesen (sollte man meinen …).

Als Tom die schlaue Amy neben sich sitzen sieht, tröstet er sich damit, gegebenenfalls von ihr abgucken zu können. Doch dann bemerkt er auf der anderen Seite Marcus Meldrew. Oh nein! Der in seinen Augen nervigste Junge der Schule! Schon jetzt ist klar, Marcus wird genau wie Toms ältere Schwester Delia Leidtragender seiner frechen Witze und Späße werden.

Tom und sein Freund Derek haben eine Lieblingsband, die DUDE 3, und wünschen sich nichts sehnlicher, als bei einem ihrer Konzerte dabei zu sein. Ihr eifern die beiden nach. Sie haben ebenfalls eine Band gegründet, die DOGZOMBIES, die sie ausgiebig beschäftigt. Welche Songs sollen sie einüben? Wie sollen ihre Werbeplakate aussehen? Welche Rockstarposen müssen sie drauf haben? usw.. Bei dieser Beanspruchung kommt Tom immer etwas dazwischen, wenn er seinem „Wunsch“ nachkommen will, für die Schule zu arbeiten und gute Noten für seine Hausaufgaben zu bekommen. Er versucht sich mit erfindungsreichen Ausreden und reiht so eine Entschuldigung an die nächste.

Das Buch ist im Tagebuchstil aus Toms Sicht geschrieben und reiht kleine Alltagsabenteuer aneinander. Es ist unkompliziert mit unterhaltendem Anspruch und erzählt mit Wortwitz, gespickt mit humorvollen Zeichnungen und erklärenden Kritzeleien über komische Mitschüler und Lehrer, die nervige Schwester und peinliche Eltern.

Tom ist auf erfindungsreichen Spaß aus, aber nicht auf böswilligen Unsinn. Er will eben „cool“ sein. Jungen ähnlichen Alters können sich damit gut identifizieren und möglicherweise auch den Traum nachvollziehen, ein Rockstar zu werden.

Das Buch macht mit einem bunten, ansprechenden Comic-Cover auf sich aufmerksam. Die Seiten sind durchgehend illustriert, was „lesefaulen“ Kindern sicher entgegenkommt. Die Kombination aus Wörtern verschiedener Schriftarten in großer Schriftgröße und oft auch seitenfüllenden Zeichnungen lassen einen die 242 Seiten schnell lesen, zumal die Zeichnungen die Textinhalte nur optisch untermalen.

Tom Gates ist der erste Buch einer Reihe. Es folgen weitere 7 Bände. Leser, die Fortsetzungen mögen, finden also ausreichend Nachschub.

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