Brigitte Enders:
Schluri Schlampowski und die Spielzeugbande
Illustriert von Antje Drescher
TULIPAN VERLAG München, 2. Auflage 2016 – 84 Seiten, Lesealter 4 – 6 Jahre
Niemals hätte der ehemalige Puppen- und Spielzeug-Doktor Gottlieb Helfrich gedacht, dass er seinen Alltag einmal mit seinen letzten drei Ladenhütern, der Puppe Grete Petete, der blechernen Aufziehfigur Roberto und dem Bären Brumm Gnatzig verbringen und von ihnen „Opi“ genannt werden würde. Er kann sich auch nicht erklären, warum sie plötzlich zum Leben erwacht sind und zu sprechen begannen. Die vier haben sich jedenfalls gut eingerichtet und führen zusammen ein unaufgeregtes Leben.
Bis eines Tages Gottlieb Helfrich von einem Angelausflug ein nasses, zotteliges Geschöpf mit Eselsohren mit nach Hause bringt. Das hilflose Fellbündel berührt ihn. Er nimmt sich seiner an und päppelt es geduldig auf. Doch als der neue Mitbewohner zu Kräften gekommen ist, ist er nur schwer zu ertragen. Bloß Unsinn hat er im Kopf und er tut Dinge, die man einfach nicht darf, womit er natürlich Brumm und Grete gegen sich aufbringt. Inzwischen stellt sich heraus, dass er ein Schlampiner ist, der auf der Insel Tohuwabohu im Achten Meer von einem Sturm erfasst und über das offene Meer zu ihnen geweht worden ist. Helfrich nennt ihn daher Schluri Schlampowski. Rülpsen und Pupsen gehört auf seiner Insel scheinbar zum guten Ton. Auch die Vorliebe für rohe Zwiebeln, Matschpampe und Wasserpfützen sind ihm nicht abzugewöhnen.
Dennoch gelingt es Schluri eines Tages seinen Gefährten Anerkennung abzuringen. Als ein wilder Hund Grete Petete mit seinen Fangzähnen erfasst und sie davontragen will, setzt er sein „wildestes Schlampinerkampfgesicht“ auf und klammert sich während einer wilden Jagd an seinen Schwanz, bis der Hund stehen bleibt und die Puppe fallen lässt. Damit hat er sich als ihr Freund erwiesen.
Brigitte Enders erzählt eine ungewöhnliche, fantasievolle Geschichte über das Anderssein und die Toleranz, mit der der Puppendoktor in seiner Nachsicht alle Beteiligten immer wieder zusammenführt. Sein weiser Schlusssatz: „Der Schluri tut uns allen vielleicht ganz gut.“
Mit Humor setzt sie die verschiedenartigen Charaktere und die Eigenarten der Einzelnen in Szene. Der Text ist anspruchsvoll formuliert und wird Vorlesern/Vorleserinnen wie Zuhörern/Zuhörerinnen Freude bereiten. Ein Inhaltsverzeichnis weist acht Kapitel auf, die mit einer erzählenden Überschrift eingeleitet werden.
Antje Drescher fängt in ihren Bildern die unterschiedlichen Gefühlslagen der Beteiligten ein. Besonders die liebevolle Bedächtigkeit Gottlieb Helfrichs hat sie sehr gut dargestellt. Manche ihrer Bilder sind klar und übersichtlich, fast karg -, andere sind bewegt, dem Durcheinander oder der Dramatik der jeweiligen Situation angepasst. Interessant ist ihr Blick aus den verschiedensten Perspektiven.
Als Folgebände sind erschienen:
- Schluri Schlampowski und die Stinktierfalle
- Schluri Schlampowski und der Störenfried
- Schluri Schlampowski und das Sperrmüllschlamassel
Brigitte Enders:
Schluri Schlampowski und die Spielzeugbande
Illustriert von Antje Drescher
TULIPAN VERLAG München, 2. Auflage 2016 – 84 Seiten, Lesealter 4 – 6 Jahre
Niemals hätte der ehemalige Puppen- und Spielzeug-Doktor Gottlieb Helfrich gedacht, dass er seinen Alltag einmal mit seinen letzten drei Ladenhütern, der Puppe Grete Petete, der blechernen Aufziehfigur Roberto und dem Bären Brumm Gnatzig verbringen und von ihnen „Opi“ genannt werden würde. Er kann sich auch nicht erklären, warum sie plötzlich zum Leben erwacht sind und zu sprechen begannen. Die vier haben sich jedenfalls gut eingerichtet und führen zusammen ein unaufgeregtes Leben.
Bis eines Tages Gottlieb Helfrich von einem Angelausflug ein nasses, zotteliges Geschöpf mit Eselsohren mit nach Hause bringt. Das hilflose Fellbündel berührt ihn. Er nimmt sich seiner an und päppelt es geduldig auf. Doch als der neue Mitbewohner zu Kräften gekommen ist, ist er nur schwer zu ertragen. Bloß Unsinn hat er im Kopf und er tut Dinge, die man einfach nicht darf, womit er natürlich Brumm und Grete gegen sich aufbringt. Inzwischen stellt sich heraus, dass er ein Schlampiner ist, der auf der Insel Tohuwabohu im Achten Meer von einem Sturm erfasst und über das offene Meer zu ihnen geweht worden ist. Helfrich nennt ihn daher Schluri Schlampowski. Rülpsen und Pupsen gehört auf seiner Insel scheinbar zum guten Ton. Auch die Vorliebe für rohe Zwiebeln, Matschpampe und Wasserpfützen sind ihm nicht abzugewöhnen.
Dennoch gelingt es Schluri eines Tages seinen Gefährten Anerkennung abzuringen. Als ein wilder Hund Grete Petete mit seinen Fangzähnen erfasst und sie davontragen will, setzt er sein „wildestes Schlampinerkampfgesicht“ auf und klammert sich während einer wilden Jagd an seinen Schwanz, bis der Hund stehen bleibt und die Puppe fallen lässt. Damit hat er sich als ihr Freund erwiesen.
Brigitte Enders erzählt eine ungewöhnliche, fantasievolle Geschichte über das Anderssein und die Toleranz, mit der der Puppendoktor in seiner Nachsicht alle Beteiligten immer wieder zusammenführt. Sein weiser Schlusssatz: „Der Schluri tut uns allen vielleicht ganz gut.“
Mit Humor setzt sie die verschiedenartigen Charaktere und die Eigenarten der Einzelnen in Szene. Der Text ist anspruchsvoll formuliert und wird Vorlesern/Vorleserinnen wie Zuhörern/Zuhörerinnen Freude bereiten. Ein Inhaltsverzeichnis weist acht Kapitel auf, die mit einer erzählenden Überschrift eingeleitet werden.
Antje Drescher fängt in ihren Bildern die unterschiedlichen Gefühlslagen der Beteiligten ein. Besonders die liebevolle Bedächtigkeit Gottlieb Helfrichs hat sie sehr gut dargestellt. Manche ihrer Bilder sind klar und übersichtlich, fast karg -, andere sind bewegt, dem Durcheinander oder der Dramatik der jeweiligen Situation angepasst. Interessant ist ihr Blick aus den verschiedensten Perspektiven.
Als Folgebände sind erschienen: