Aktuelles Buch des Monats

Buch des Monats Januar 2026

Dagmar Falcke, Heino Falcke:

Kekskrümel im All

Bd.1: Wie groß ist die Unendlichkeit?

Mit Illustrationen von Gareth Ryans

Verlag Fischer Sauerländer Frankfurt am Main, 3. Auflage 2024, 87 Seiten, ab 6 Jahren

„Kekskrümel im All. Wir groß ist die Unendlichkeit?“ ist ein Sachbuch mit einer fiktiven, dialogischen Erzählung. Jana stellt ihrem Vater, einem Astrophysiker jeden Abend beim Zubettgehen Fragen zu den Phänomenen des Weltraums. Beide lieben dieses Ritual. Gedanklich reisen sie ins Universum, wobei der Vater der Tochter mit Hilfe von beispielhaften Vergleichen komplizierte Sachverhalte anschaulich vermittelt. Das Buch ist in Wochentage aufgeteilt und widmet sich in jedem Kapitel einer speziellen Erscheinung.

Bewegt vom Tod der Oma ihres besten Freundes will Jana wissen, ob man sich im Himmel wiedersehen kann. Als Weltraumforscher kann ihr Vater darauf keine Antwort geben. Ihn beschäftigen der Sternenhimmel und die unendlichen Weiten des Alls. Er erklärt seiner Tochter, dass der Mond so weit entfernt ist, dass man für die Strecke mit dem Auto ein halbes Jahr brauchen würde. Schneller sei die Lichtgeschwindigkeit. Jana sendet mit der Taschenlampe eine Lichtbotschaft in den Himmel und erfährt, dass sie schon in einer Sekunde dort ankommt. Zur Sonne hingegen braucht das Licht schon acht Minuten. Dorthin müssten sie 140 Jahre fahren. Auf einer Fantasiereise zu den Planeten lernt Jana, dass diese in unseren Augen „wandern“, weil sich jeder in einer anderen Geschwindigkeit um die Sonne dreht. Auch ihr Aussehen und ihre Eigenschaften sind verschieden. Da seine Tochter mit dem Fragen nicht aufhören kann, gibt er ihr noch detaillierte Informationen über die Entstehung der Sterne, über schwarze Löcher und die Milchstraße, zu der wir, wie der Vater sagt, im Vergleich klein wie Kekskrümelchen sind.

Mit jedem Kapitel (Wochentag) dringen die beiden tiefer in die Geheimnisse des Weltraums ein. Für Kinder, denen die Geschichte vorgelesen wird, kann sich ebenfalls ein Abendritual ergeben: Jeden Abend ein Kapitel. Die Autoren lassen ihr Wissen mit großer Leichtigkeit kindgerecht in die Geschichte einfließen. Als Anreiz für jüngere Kinder fliegt Janas kleine Kuschelmaus auf einem Skateboard mit durch den Weltraum. Gareth Ryan hat sie als Fiktion sehr witzig in seine Illustrationen eingefügt. Seine fantasievollen Nachtbilder (s. Buchcover) strahlen auf Grund ihrer Farbgebung mit einer besonderen Intensität. Janas Alltag illustriert er mit klaren, inhaltsbezogen Szenen. Im Gegenpart zu dieser Bebilderung sind faszinierende Fotos von Himmelskörpern zu sehen, die mit Weltraumteleskopen oder Raumsonden aufgenommen wurden. Sie werden jeweils in einem beigefügten kurzen Steckbrief erklärt. (Ein QR-Code am Ende des Buches ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Informationen und Internet-Adressen.)

In diesem Vorlese-Sachbuch wollen die Autoren Kinder dazu einladen, gemeinsam mit Jana eine Reise in den Himmel zu machen. Die werden sich bestimmt mit ihr und ihren großen Fragen identifizieren und ihrem Wissensdrang folgen. Und mancher Vorleser und manche Vorleserin wird sich dazu angeregt fühlen, das  Astronomiewissen aufzufrischen.

Mittlerweile ist ein weiterer Band hinzugekommen: „Kekskrümel unterm Himmelszelt. Wie entstand unsere Erde?“

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