Allgemeine Hinweise Buch des Monats

Buch des Monats Juli 2026

Alex Rühle: Ein Schlossgespenst auf Geisterfahrt

(Teil 2 der Reihe „Zippel“)

Illustriert von Axel Scheffler

dtv, 2021, 160 Seiten, ab 6 Jahre

Das kleine Schlossgespenst Zippel lebt bei dem neunjährigen Paul und seinen Eltern in einem Altbau. Paul hat ihn in dem alten Türschloss seiner Kinderzimmertür entdeckt und sich mit ihm angefreundet. Weil Zippel so viel Quatsch macht, wird jeder Tag aufregend und lustig.  Vor allem, weil das kleine Gespenst in Reimen spricht, sich witzige Wörter ausdenkt und immer Unsinn im Kopf hat. So zaubert er Zippel einen „wunderschönen Küchenwinter“, indem er beim Backen kraftvoll in den Mehlhaufen pustet.

Sehnlichst wünscht er sich einen „Elt“. Nicht mal einen „Großelt“ hat er. Dabei möchte er so gern wie Paul mit Freunden, Familie und Geschenken seinen Geburtstag feiern. Er weiß jedoch nicht mal, wann er „geboren“ wurde. Deshalb legt er seinen Geburtstag einfach auf „morgen, den 51. Kalember“ fest. An seinem großen Tag möchte er das Oktoberfest besuchen. Paul und die ältere Nachbarin Frau Wilhelm sind eingeladen. Sie hat Zippel das schönste Schloss aus ihrer Türschlosssammlung geschenkt und ihm in einer Urkunde erklärt, dass er ab sofort ihr Enkel ist. Auf dem Fest versteckt er sich unter ihrem Kopftuch, damit ihn niemand sieht. Natürlich zieht es die drei zur Geisterbahn. Die Stimmung ist gut, doch plötzlich ist Zippel wie vom Erdboden verschwunden. Ob der Besitzer der Geisterbahn Zippel gefangen hat, um ihn für sein Fahrgeschäft einzuspannen? Kann Paul ihn zwischen den Gruselgestalten finden und befreien? Und was findet er noch? Ein gruseliges Abenteuer beginnt.

In einer lebhaften Geschichte mit vielen Wendungen erzählt Alex Rühle die aufregenden Erlebnisse von Paul, Zippel und von „Wiloma“, der Nachbarin. Die drei verbindet eine tiefe Freundschaft, die letztlich bewirkt, dass sich die Dinge in diesem Buch zum Guten wenden. Es ist unterhaltsam erzählt und amüsiert durch Zippels Reime und Wortspiele, die zum Nachmachen anregen. Axel Schefflers farbige Bilder führen ausdrucksstark das Surreale so mancher Situationen vor Augen.

Der Gedanke ein kleines Gespenst als Freund zu haben, spricht Kinder unmittelbar an. Der Text ist für jüngere Kinder mit Sicherheit eine vergnügliche Vorlesegeschichte. Für Selbstleser erfordern die zahlreichen eingestreuten Reime und Wortkreationen schon etwas Leseerfahrung. Der Verlag verweist auf Quizfragen bei Antolin.

Weitere Bände der Reihe sind:

  • Teil 1: Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst
  • Teil 3: Zippel macht Zirkus

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