Buch des Monats März 2014

Janet Foxley: Munkel Trogg –  Der kleinste Riese der Welt

Illustrationen: Steve Wells

KJB, Lesealter: 9 – 10 Jahre

Munkel Trogg ist zu klein geraten, und das ist für den Sohn einer „ rumpeligen“ Riesenfamilie einfach unverzeihlich. In seinen Abenteuern aber zeigt sich seine besondere Schlauheit und Wissbegierde. Sie richtet sich auf die „Kleinlinge“, die Menschen. Diese werden von den Riesen gemieden, weshalb sie auch vor ihnen verborgen im „Rumpelberg“ leben. Munkel jedoch möchte die Wahrheit über die Menschen herausfinden. Er lernt das Mädchen Emily kennen, bildet mit ihr ein perfektes Team und erlebt mit ihr ein Abenteuer nach dem anderen.u1_978-3-596-85496-7

Dies sollte man wissen, wenn man unser Buch des Monats – den zweiten Band über Munkel Trogg lesen möchte:  Munkel Trogg, der kleinste Riese der Welt und der fliegende Esel

Die Anzeichen mehren sich, dass der „Rumpelberg“, ein erloschener Vulkan, zu explodieren droht. Emily erkennt die Gefahr und beschwört Munkel aktiv zu werden. Doch obwohl es in der Riesenhöhle immer wärmer und verräucherter wird, nimmt niemand Munkels Mahnungen ernst. Da bringt ihn Emily auf eine Idee. Wenn die Riesen schon nicht auf ihn hören wollen, glauben sie vielleicht den Worten des sagenumwobenen Wunderesels. Tatsächlich folgen sie ihm. Sie reparieren ihre flugunfähigen Drachen, um an das Ende der Welt zu fliegen und so der Katastrophe zu entgehen.

Im Verlauf des Geschehens spielt Munkel Troggs Handicap keine Rolle mehr und er liefert den Beweis, dass auch Kleine wirklich Großes vollbringen können. Getragen von dem Vertrauen in die Freundschaft zu Emily wird er zu einem „kleinen“ Helden, der die Riesen auf ihre Plätze verweist, also eine klassische Identifikationsfigur für Kinder.

Die Geschichte wird aus Munkels Perspektive geschildert und lässt den Leser an allen seinen Gedanken und Sorgen teilhaben. Betont eingesetzte wörtliche Rede macht die Handlung lebendig, an den Buchseitenrändern umrahmt von skurrilen Strichzeichnungen, schriftlichen Verweisen und den schrägen Cartoon-Riesen mit ihren herrlich schief stehenden Zähnen.

In „Rumpelberg“ ist schlechtes Benehmen an der Tagesordnung und der raue, ungehobelte Ton der Riesen spricht Jungen wie Mädchen an. Die Autorin schildert die Handlung humorvoll und versetzt sie reichhaltig mit Situationskomik. Auch hat sie eine besondere Freude an klangvollen, genüsslichen oder ekelerregenden Wortschöpfungen. Mit Sicherheit wird sie diese mit ihren Lesern teilen, wenn der kleine Bruder schon Raubauz, die Prinzessin Rotzmops und die Lehrerin Fitpo heißen;  auch das Vorlesen wird großen Spaß machen.

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