Buch des Monats Februar 2017

Tanya Stewner:  Alea Aquarius – Der Ruf des Wassers

318 Seiten, ab 10 Jahren, Oetinger Verlag, 2015

9783789147470

Das Buch ist der erste Band einer Meermädchen- Abenteuer-Serie.  ( Bd.2: Die Farben des Meeres,  Bd.3: Das Geheimnis der Ozeane)

Die elfjährige Alea droht alles zu verlieren, denn die von ihr sehr geliebte Pflegemutter Marianne hat einen Herzinfarkt erlitten und kann sich nicht mehr ausreichend um sie kümmern. Das Jugendamt wird sie einer neuen Pflegefamilie zuweisen, aber wie soll sie ihr Geheimnis bewahren?

Alea leidet an einer Allergie, die Hautveränderungen hervorruft und schlimmstenfalls beim Kontakt mit kaltem Wasser tödlich sein kann. Das jedenfalls hat Aleas leibliche Mutter Marianne anvertraut, als sie ihr an einem Strand in Holland den Säugling in den Arm drückte und einfach verschwand.

Im Moment tiefster Niedergeschlagenheit setzt sich das Mädchen an die Anleger im Hamburger Hafen. Dieser Ort vermittelt ihr trotz der Nähe zum Wasser ein Gefühl von Zuhause. Gerade legt ein uriges abgewracktes Segelboot, die CRUCIS, an. Alea beobachtet, wie ihm zwei Jugendliche und ein kleiner Junge entspringen. Zufällig treffen sie in einem Café aufeinander und erzählen ihr, dass sie sich mit Straßenmusik das nötige Geld verdienen, um dann mit dem alten Schiff nach Lust und Laune durch die Meere zu schippern. Nett sind die drei: der schon erwachsene charmante Ben, sein quirliger, begeisterungsfähiger kleiner Bruder Sam und Tess, die hervorragend singen kann und sich  der Musik wegen den Brüdern einfach angeschlossen hat.

Da Alea ihre Situation sowieso für aussichtslos hält, kann sie auch gleich gegen alle Vernunft han-deln. Sie, die Nichtschwimmerin und Allergikerin, wird Mitglied der Alpha Cru (Bandenname Alea AQUARIUS = Wassermann) und macht sich mit den Freunden gemeinsam auf den Weg nach Holland, um dort nach ihrer leiblichen Mutter zu forschen. Dem Sog des Meeres folgend, den sie fühlt, seit sie denken kann, geht sie bei einem Sturm über Bord und macht eine fantastische Erfah-rung (s. Buchcover): Jetzt kennt sie ihr wahres Geheimnis.

Die Geschichte lebt nicht nur von den spannenden, dramatischen Abenteuern, die die Gruppe be-steht, sondern auch von der sympathischen Beschreibung ihrer Mitglieder. Jeder, auch der später hinzukommende Lennox, ist auf seine Weise interessant, liebenswert, aber auch verletzlich und bemüht, sein persönliches Geheimnis nach Möglichkeit zu bewahren. Jeder aber steht für den an-deren ein und so werden die Freunde für Alea zu ihrer neuen Familie.

Die Handlung wird lebendig und locker beschrieben und liest sich hintereinander weg. Obwohl das Buch vom Cover eher nach einem Mädchenbuch aussieht (Glitzer!), ist es für Jungen gleichermaßen geeignet. Denn auch der geheimnisvolle Lennox scheint einbezogen zu sein in das Geheimnis des Meeres, vor allem spürt er Alea genüber eine besondere Nähe.

Da möchte man sofort nach dem 2. Band greifen.

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