Buch des Monats Februar 2016

Philip Reeve: Kekse im Kosmos

Einband und Illustrationen von Sarah McIntyre 9783791517049
Aus dem Englischen von Yvonne Hergane
224 Seiten, ab 8 Jahren
Dressler Verlag: März 2015

Eigentlich freut sich die zehnjährige Astra(!) darauf, mit ihrer Familie auf den Planeten Nova Mundi zu ziehen. Wenn nur der neue Wohnort nicht 199 Reisejahre entfernt läge! Aber die Mutter verspricht, dass keiner der Passagiere das Vergehen der Zeit bemerken wird, weil man den Flug in tiefgekühlten Schlafkapseln verbringt und somit nicht altert.
Völlig unplanmäßig wacht Astra schon nach 100 Jahren auf und zwar mit einem „kleinen Hüngerchen“. Der nette Reparaturroboter Pillpall weiß Rat. Er führt das Mädchen zur Happ-A-Tron-Essensmaschine, was sich jedoch als verhängnisvoll erweisen wird. Astras Wunsch nach einem perfekten Kuchen veranlasst diese nämlich zu immer neuen, besseren Kreationen. Ununterbrochen aktiv verbraucht sie fast die gesamte Energie des Raumschiffes, so dass Systemfehler auftauchen. Noch verhängnisvoller aber ist: Die Kuchen werden lebendig und mutieren zu immer größeren, menschenfressenden Wesen. Da nur Astra wach ist, muss sie handeln, zumal noch weitere Angreifer die Weltraumreise gefährden. Der Leser fiebert indes mit ihr.
Das Buchcover als farbenprächtiger Hingucker repräsentiert den Einfallsreichtum und die Lebendigkeit, mit der die Handlung besticht. Auf schwarzem Hintergrund (All) erkennt man Astra und in schrillen Farben das mit Zähnen bewaffnete galaktische Killergebäck. Fast auf jeder Seite lassen Illustrationen in Schwarz, Weiß und Orange das Erzählte lebendig werden, begrenzen daher auch den Textumfang. (Erstleser)

Philipp Reeve sprüht vor Ideen und erzählt seine irrwitzige Story fantasievoll, überzeugend und kindgerecht. Das witzige Buch fesselt von Anfang an und wird bei Jungen und Mädchen gleichermaßen die Leselust wecken.

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